Rainer's Blog

Life is an adventure – das Leben ist ein Abenteuer

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Auch 4 Wochen Urlaub gehen wider Erwarten nun doch einmal zu Ende – aber zum Glück hatten wir noch einen vollen Tag, da unser Flieger erst um 21:00 uns nach München zurück bringen sollte. Das hieß nochmal ein wenig ausschlafen, alle Sachen in unsere Koffer verpacken, die restlichen Sachen entsorgen und nochmals in L.A. auf Entdeckungstour gehen.

P1090760 (500x425)Erster Stop: Hollywood Boulevard – ein ausgiebiger Spaziergang auf den ganzen Sternen entlang auf beiden Strassenseiten und viele Bilder vor dem Chinese Theater, wo sich einige Schauspieler mit Händen und Füßen verewigt haben.

IMG_2013_09_08_2526 (500x333)Zweiter Stop: Hollywood Schriftzug auf dem Berg hinter Hollywood, Auf gut Glück fuhren wir in die Wohngebiete, bis wir einen guten Blick auf die Buchstaben hatten und Marius seine Kamera ohne Hindernisse darauf ausrichten konnte

Dritter Stop – naja eher Fahrt: Beverly Hills – Autos und Häuser der Schauspieler betrachten. Leider haben wir keine gesehen, aber die meisten Häuser sind von aussen so abgeschirmt, dass es fast unmöglich ist, ein Blick reinzuwerfen, sodass wir uns schnell für den letzten Stop unserer Reise entschieden:

WP_20130907_004 (500x282)Venice Beach – ein schöner Strand in der Nähe der Marina Bay und des Flughafens. Nochmal bei über 30 Grad und strahlendem Sonnenschein die Füße in den Sand und Pazifik strecken, bevor das unvermeidliche IMG_2013_09_08_2644 (500x333)Ende mit der Abgabe des Mietwagens und dem Rückflug seinen Anfang nahm.

Schön war’s – und pünktlich Sonntag abend 17:20 landeten wir wieder wohlbehalten in München. Leider – wir hätten noch locker ein paar Wochen dranhängen können. Langweilig wäre es uns mit Sicherheit nicht geworden.

Das Highlight von L.A. war heute Programmpunkt: die Universal Film Studios. Zuerst musste mal wieder der Verkehr bewältigt werden, um die 25 Meilen hinter uns zu bringen. Doch auf dieser Strecke haben wir diesmal die Carpool Spur voll ausgenutzt. Währen um uns herum die Autos stauten, konnten wir gemütlich auf der linken Spur vorbeiziehen und waren ratz fatz in Universial City.

WP_20130906_048 (284x500)Pünktlich zur Parköffnung um 10:00 Uhr hatten wir unsere Eintrittskarte ergattert – und los ging es mit der Studio Tour, die uns über den kompletten Set brachte, incl. einer Vorführung von King Kong in 3D, den Häusern von Desperate Housewifes, die Wagen von Fast & Furious sowie von KnightRider — alles innerhalb von 30 Minutes. Ein super Einblick, wo und wie die Filme von WP_20130906_040 (500x384)Universial gemacht werden. Danach kamen die “Fahrgeschäfte” dran, die sich mehr dadurch auszeichneten, dass sie einem das Gefühl gaben schnell, holprig oder fliegend unterwegs zu sein. Ob Simpsons 3D, Shrek 4D, Transformers oder Mumie – ein riesen Spass für alle. Einer der Höhepunkte war allerdings Jurassic Park, eine Fahrt dem Wasser, bei der wir nicht nur von Dinausauriern bespuckt wurden, sondern bei dem abschließenden Abfahrt in WP_20130906_038 (500x326)den Abgrund vollkommen durchnäßt wurden Zwinkerndes Smiley — bei über 30 Grad trotzdem eine richtige Erfrischung.

Anschließend ging es zu den Vorführungen, bei der wir gezeigt bekamen, wie special Effects zustande kommen oder Tiere trainiert werden (von Papagei bis Warzenschwein waren alle dabei). In der Waterworld Vorführungen bekamen wir eine Livevorführung mit viel Wasser, Feuer und einem Flugzeug, das in die Arena WP_20130906_003 (339x500)geschossen wurde – absolut sehenswert.

Einen weiteren Vogel schoss die begehbare “Geisterbahn” ab, in der echte “Gespenster” allen einen gehörigen Schrecken einjagten und vor allem denjenigen nachjagten, die am lautesten schrien Zwinkerndes Smiley — auch ein Mitglied unserer Familie war hier unter ziemlichen Beschuss…

Nach dem vollen Tag mussten wir vor der Heimfahrt nun doch auch mal etwas Essen um den Hunger zu befriedigen, was wir dann auch mit einer überdimensional großen Pizza (hey, wir sind in den USA, da ist alles etwas größer) taten – und zum Abschluss hieß es dann im Hotel erst mal noch zum Pool —- vor der letzten Nacht unseres Urlaubs.

Nun ist es leider soweit – wir müssen unser 10 Meter langes Häuschen leider wieder abgeben. Alle Kleider in die Koffer, was nicht abgegeben werden kann muss entsorgt werden und ein letztes mal die Schmutzwassertanks leeren. Der Weg zurück zu Roadbear führte uns dann noch über den Flughafen, wo wir unseren Mietwagen abholten,  um dann mit beiden zur Abgabe des RVs zu fahren – schnell umpacken, abgeben – alles problemlos. Hier können wir Roadbear nur empfehlen.

P1090712 (375x500)Leider hatte es dann doch nicht mehr für das Frühstückbuffet im Luxor gereicht, da es mittlerweile 11:30 Uhr war – aber ein Mittagessen vor der Fahrt nach Los Angeles musst schon sein.

Ohne Probleme kamen wir dann pünktlich in unsere Hotel im Nordosten von L.A. an und da die noch genug Zeit war, ging es gleich weiter nach Santa Monica, um den Sonnenuntergang mitzuerleben. Leider hatten wir dabei den Feierabendverkehr in L.A. ein wenig unterschätzt – für die knapp 25 Meilen brauchten wir dann doch fast über eine Stunde. Immer noch rechtzeitig um ein paar gute Bilder zu schießen und die Meeresluft zu genießen.

Im Dunkeln ging es dann zurück, um zum ersten Mal nach 3 Wochen wieder in einem normalen Bett zu schlafen Smiley

IMG_2013_09_04_3939 - Kopie (500x333)Die Zeit der National Parks und Natur ist vorbei – heute und morgen sind Shopping und Sightseeing angesagt. Nach einem gemütlichen Start in den Tag brachte uns unser RV in das Premier Outlet im Norden von Las Vegas, wo wir prompt kleinere Probleme mit dem Parkplatz bekamen. Diese lösten sich dann aber ganz schnell und super auf, da wir direkt vor den Geschäften ganz offiziell auf den Busparkplätzen parken durften – manchmal hat so ein großes Gefährt auch seine Vorteile. Über Rebook, Nike, Gap, Lews etc. — alles vorhanden und für uns bereit. Trotzdem ein Lob an alle – die Ausgaben hielten sich in Grenzen Smiley

Auf so einen Einkaufsstress, muss man sich erstmal wieder am P1090674 (500x375)Pool erholen – der durch einen kleinen Whirlpool noch ergänzt wurde. Allerdings bei über 40 Grad in einen heißen Whirlpool zu steigen, bedeutet schon ein wenig Überwindung. Danach fühlen sich 40 Grad ganz erfrischend an.

P1090647 (348x500)Mit dem Deuce bewegten wir uns dann am Abend vorwärts – der Camper blieb auf dem Campingplatz am Circus Circus. Mit $8 für 24 Stunden eine gute Alternative den Strip von vorne bis hinten durchzukämmen. Unser erster Stop – natürlich am Bellagio, um wieder die Fontainenspiele anzuschauen. An denen können wir uns einfach nicht satt sehen. Luxor war unser nächster Stop am südlichen Ende des Strips, wo Marius noch ein paar Aufnahmen machte, bevor wir uns dann ans nördliche Ende aufmachten und die Freemont Street in Downtown besuchten. Hier wo alles begonnen hatte, ist jetzt die komplette Strasse überdacht und an jeder Ecke gibt es Live-Musik. Anscheinend waren wir allerdings schon ein wenig zu spät unterwegs, da auch jede Menge angetrunkener Leute hier zu sehen waren, was unser Sightseeing doch um einiges verkürzte.

Für das gab es auf dem Nachhauseweg noch leckere Donuts (und das kurz vor Mitternacht)

Am darauffolgende Tag war Sightseeing angesagt. P1090660 (500x375)Nach einer guten Mütze Schlaf (Ausschlafen ohne Wecker oder P1090666 (375x500)sonstiges) und der notwendigen Entspannung am Pool, machten Elena und Marius erst einmal eine Achterbahnfahrt im Circus Circus. Anschließend fuhren wir wieder mit dem Deuce zur Miracle Mile (die Damen kauften sich noch jeweils einen schönen Bikini).IMG_2013_09_04_3972 (500x333) Das Venetian und Cesar’s Palace waren dann als nächstes auf der Sightseeing Tour dran, bevor wir ein ausgezeichnetes Buffet im Paris genossen – von Burgunderbraten bis Crepes – es war einfach alles geboten. Zum Abschluss des Abends: natürlich noch einmal die Fontänen des Bellagio mit dem letzten Lied “Viva Las Vegas” – es hätte nicht passender sein können.

P1090539 (375x500)Eins der absoluten Highlights des Urlaubs 2013 — die Narrows im Zion National Park. Es ist nun schon das dritte Mal, dass wir diese wundervollen Canyons besuchen – und das Wetter hatte es gut mit uns gemeint. Nachdem gestern noch Gewitter auf der Tagesordnung standen, war bis zum späten Nachmittag keine Regenschauer auch in der näheren Umgegend angekündigt, die uns diese Tour hätten vermiesen können.

P1090545 (375x500)In aller Früh ohne Frühstück packten wir alles zusammen und fuhren gleich nebenan (etwa 5 min.) zum Visitor Center – die RV Parkplätze sind um die Uhrzeit noch alle frei Smiley — dann gab’s Frühstück zur Stärkung für den Weg durch die Schluchten. Mit dem Shuttle fuhren wir nochmals alle Stationen des Zion NP ab – mit einem super Blick auf die Patriarchen, Angels Landing und die Weeping Rocks. Diese haben ihren Namen daher bekommen, dass Wasser aus ihnen austritt, das durch Schmelz oder Regen über das Plateau eingedrungen war und P1090583 (500x409)nach mehreren hundert Jahren hier wieder zum Vorschein kommt. Es ist die Basis für die hängenden Gärten, die überall zu bewundern sind.

Auf jeden Fall waren wir dann endlich am Ende des Tals angekommen, von dem es dann weiterging in die Narrows – direkt durchs Wasser, sodass die Bergschuhe auch richtig schön von innen gefüllt waren. Das sandige Wasser machte es auch nicht einfacher, die nächsten Schritte zu planen – der Stock war hier das 3. Auge. P1090569 (375x500)Manchmal war das Wasser dann doch für das kleinste Mitglied unserer Familie ein wenig hoch, dies hielt sich aber zum Glück in Grenzen. Der Lichteinfall, die hohen Wände und das Erlebnis durch den Bach waten zu müssen, sind einfach unbeschreiblich. Ziel war die “Wallstreet” Gabelung, die etwas 90 min. vom Einfang entfernt liegt. Von hier geht ein nochmals kleinerer Canyon (rechts zu sehen) vom Virgin River ab. P1090589 (375x500)Glücklicherweise waren zwei Wanderer vor uns an dem mittleren Stein unterwegs, sodass wir sehen konnten, dass das Wasser hier so hoch ist (oder der Boden so tief), dass die gute Frau zum Schluss gegen ihren Willen sogar ein paar Schwimmzüge machen musste — und damit durch und durch nass war. Auf dem Rückweg bekamen wir immer mehr Sonnenstrahlen in den Canyon, P1090618 (500x375)welche das Licht auf magische Art und Weise von den Felsen wiederspiegeln ließ. Fast jede 10 Meter musste man stehen bleiben, um weitere Bilder zum schießen.

Am Ausgang angekommen, mussten dann erst einmal die Schuhe und Strümpfe von Sand befreit und das Wasser ausgelehrt werden. Wir hoffen, dass wir sie in Las Vegas wieder trocken bekommen.

Dorthin fuhren wir dann am Nachmittag weiter – die Naturerlebnisse sind damit für unseren Urlaub 2013 leider abgeschlossen – Schön wars und Viva Las Vegas…

P1090336 (375x500)Nach dem gestrigen Hochwasser haben wir uns heute nicht für die Narrows, sondern für die Höhen entschieden – Angels Landing. Ein Berg, der nur über einen schmalen Grad und einige Kletterei zugänglich ist. Die ersten Siedler, die in die Gegend gekommen waren, glaubten, dass auf diesem Berg nur die Engel landen könnten, da er so exponiert in der Landschaft steht.

Für den Nachmittag waren wieder Gewitter angekündigt, was zur Folge hatte, dass um 6:30 Uhr der Wecker klingelte. Das hatte auch den Vorteil, dass es beim Aufstieg nicht zu heiß war.

Vom Eingang des Parks brachte uns das Shuttle zur Einstiegstelle, von wo der Weg zuerst entlang des Virgin River verlief.

In ziemlich kleinen Serpentinen zog sich er sich immer ansteigend zum Rande eines kleinen Canyons und dann an ihm entlang zum “Vorgipfel”, von dem die Kletterei dann losging. P1090387 (375x500)

Steffi entschied das Ganze etwas aus der Ferne zu beobachten. Elena, Marius und ich zogen los, Angles Landing zu erobern. Auf beiden Seiten des Grats, der zu überwinden P1090385 (358x500)galt, ging es etwa 500m tief steil in die Tiefe, bevor am Ende nochmals ein steiler Anstieg zum Klettern anstand. Die meisten Stellen waren mit Stahlketten abgesichert und durch die vielen Leute war der Weg auch gut zu finden. Trotzdem musste jeder Schritt genau überlegt sein und für Nachlässigkeiten gab es keine Zeit.

Aber kein Problem – und Elena, die mit die Jüngste auf dem Weg war, bekam von einigen P1090390 (500x473)Leuten Lob, wie sicher sie sich auf dem schmalen Grat bewegte. Ganz stolz stehen wir hier am Gipfel mit einer atemberaubenden Sicht P1090401 (345x500)auf das breite Tal des Zion NP. Jetzt war erst mal Rast angesagt, mit viel Wasser und Cookies, die wir uns am Gipfel schmecken ließen – derselbe Weg musste ja nochmals nach unten zurückgelegt werden. Und dabei hieß es nochmal enge knifflige P1090411 (375x500)Stellen zu überqueren und dabei den ganzen Gegenverkehr auch noch durchkommen zu lassen. Insgesamt eine super Erfahrung auf die jeder von uns stolz sein kann. Auf dem Rückweg nach unten hatten wir dann noch ein kleines Problem P1090422 (500x375)mit Elena, die in einem Felsen steckenblieb Smiley

Unten angekommen, nahmen wir das Shuttle zum Ende des Tals und wanderten am Virgin River entlang zum Eingang der Narrows, um zu sehen, ob wir evtl. morgen die Möglichkeit haben, auch diese noch zu begehen. Die Wetteraussichten für Morgen sind nicht schlecht – der BP1090435 (500x375)ach zwar sandig, aber wenn wir morgen früh genug unterwegs sind, sollte es klappen.

Jetzt sitzen wir vor dem Lagerfeuer, verbrennen unser letztes Holz (in Las Vegas gibt es keine Feuerstelle) und schnitzen unsere Stöcke, die wir morgen brauchen, um durch das Wasser zu waten.

Hoffen wir, dass es heute nacht trocken bleibt und morgen früh gut aussieht.

P1090252 (500x375)Weiter geht es zurück in den Westen – von Arizona zurück nach Utah zu unserem heutigen Ziel: dem Zion National Park. Ausgeschlafen und nach einem gemütlichen Frühstück hieß es Abschied nehmen vom See. Die heutige Strecke war nicht besonders lang (etwa 80 Meilen und 2,5 Stunden). Sie führte uns über die Colorado P1090293 (500x375)Hochebene bis zum Zion NP, den wir komplett durchfahren durften. Neben dem üblichen Eintritt, den wir über unsere NP Jahreskarte abgegolten haben, mussten wir diesmal noch $15 für die Tunneldurchfahrten P1090299 (500x375)bezahlen. Dabei wurde der Gegenverkehr extra für uns gestoppt, da wir nur in der Mitte genug Platz nach oben P1090284 (500x440)hatten, um durch den Tunnel zu kommen. Vorbei ging es am Schachbrettberg, der durch die Erosion und andere Einflüsse in Vierecke aufgeteilt war – ideal um darauf Tic Tac Toe oder halt auch Schach zu spielen Smiley.

Am Ausgang des Parkes haben wir unseren heutigen Campingplatz – zum Glück schon vorher gebucht, da alle Plätze am späten Morgen voll waren. Das Labor Day Wochenende mit einem Feiertag am Montag steht an.

Ab ging es in den Pool – der Wetterbericht hatte für den Nachmittag Gewitter mit Flash Floods vorhergesagt, die nun am späteren Nachmittag auch eintrafen (aktuell regnet es mit einigen Gewittern dazu). Trotzdem werden wir uns nicht davon abbringen lassen, heute abend den Grill anzuwerfen!

20:15 – kleiner Nachtrag:
P1090320 (500x375)Da wir morgen in die Narrows wollen, suchten wir noch am Bach Stöcke, damit wir Halt im Bachbett haben. Das hatten wir vor 3 Jahren auch gemacht – am Eingang der Narrows gab es keine…
Auf unserer Seite gab es leider keine Stöcke, so wateten wir durch den kleinen Bach (in dem auch noch zwei Kinder Staudämme bauten) und suchten auf der anderen Seite für etwa 20 min.. Der Rückweg startete mit der Bemerkung von Marius, dass wohl einige Stellen, die vorher noch trocken waren, überflutet sind. Bei näherem hinschauen, war der Bach ziemlich angestiegen, hatte nun auch kleine Äste in seinem Gepäck und ein Überqueren war nun selbst mit unseren neuen Stöcken nicht mehr möglich.

Zum Glück gab es etwa 1km weiter einen anderen Campingplatz auf der Seite, auf die es uns verschlagen hatte, mit einer Brücke zurück – zwar ein Umweg von 45 min., aber die waren es absolut wert — und nun haben wir auch mal die Geschwindigkeit von einem kleinen Flooding hautnah miterlebt.

P1090205 (500x375)Der Tag begann genau mit dem, was man einem See tun sollte: Schwimmen! Nach dem Frühstück wurden alle Sachen gepackt und runter gings zum Lake Powell. Super angenehme Termperaturen schon am Morgen luden förmlich zum Schwimmen ein. Hier konnten wir auch mal längere Strecken hinter uns bringen, was eine willkommene Abwechslung zum Fahren und Wandern brachte. Man sieht auf dem Bild zwar nur einige schwarze Punkte im Wasser — aber das sind Steffi, Marius und Elena beim Frühsport Smiley

Am Nachmittag stand noch ein ganz besonderes Highlight auf der Agenda: Horseshoe Bend. Dabei macht der Colorado eine 270 Grad Schleife, die aussieht wie ein Hufeisen – daher Horseshoe. Hier gibt es keine Gitter, sondern direkt von der Stelle, an der ich das Bild gemacht habe, geht es ungefähr 100m steil bergab in den Canyon – ein sensationelles Gefühl Zwinkerndes Smiley

horseshoe 3 (500x392)

Der Abend hatte dann auch seine Überraschung parat – um uns herum konnten wir die Blitze begutachten, die um Lake Powell herum sich in Gewittern austobten. Wir hatten dabei Glück – Plätze in der ersten Reihe und der Regen kam erst mit etwa 2 Stunden Verzögerung.

Heute morgen ließen wir es ruhig angehen und wir schliefen ein wenig aus – nur um dann umso überaschter festzustellen, dass wirklich einige Leute aus Puchheim neben uns den Stellplatz hatten. Sie waren von Salt Lake City aus gestartet und hatten fast die selbe Route hinter sich Smiley

P1090122 (500x342)Nächster Halt war dann Monument Valley, das sich in etwa 2.5 Stunden Entfernung befand. Ein Rückblick auf unsere USA Reise vor 15 Jahren. Leider war heute das Wetter nicht ganz so klar, sodass wir nicht die Traumkulisse von damals fotografieren konnten – aber was solls: die Klötze einfach in der Landschaft rumstehen zu sehen, ist schon gigantisch. Das Ganze ist in der Mitte des Navajo Reservats zu finden und die Berge sind Heiligtümer für die Ureinwohner.

P1090200 (375x500)Die nächsten 2 Stunden Fahrt nach Page hatten es in sich – 2 Wolkenbrüche auf 2000m mussten wir überstehen mit überfluteten Fahrbahnen und fast keiner Sicht. Dafür entlohnte das Ziel: Lake Powell – wunderbares Wetter, angenehme Temperaturen sowohl draussen, wie auch im Wasser. Ein Genuß.

Jetzt sitzen wir 19:20 Uhr auf dem Campingplatz am Lake Powell in der untergehenden Sonne und können den Schatten der umliegenden Berge zusehen, wie sie diese in unterschiedliches Licht eintauchen. Und wahrscheinlich wird natürlich auch wieder ein Lagerfeuer heute abend fällig.

P1080977 (500x375)Schon vor dem eigentlichen Aufstehen hatten wir heute schon ein Highlight – der Sonnenaufgang um 06:30 – super anzusehen, wenn die Sonne über die Berge hinweg spitzelt und dann mit geballter Macht die Kälte vertreibt. Die Führungen heute im Mesa Verde Park waren daran schuld, dass wir schon so früh aus den Federn mussten.

Die Verkäuferin im Colorado Welcome Center hatte nämlich gesagt, wir sollten 2 Stunden für die Fahrt auf jeden Fall einplanen. Da die erste Führung um 10:00 Uhr war, mussten wir also kurz vor 8 los — und nach einer Stunde waren wir schon dort Smiley. Mesa Verde 1 (500x170)Machte aber nichts, da wir somit als erstes das Sprootree Haus anschauten und einen ersten Einblick in das Leben der Anasazi bekamen. Wir konnten sogar in eines des Zimmer über eine Treppe hineingehen, welches sehr klein, aber damit im Sommer kühl und im Winter schnell warm war.

P1090028 (500x375)Um zehn war dann unsere erste Tour dran – Cliff Palace, eine der größten Ansiedlungen der Anasazi im 13. Jahrhundert. Sehr interessant war das Gebäude vom Chef, das natürlich am Rand auf einem erhöhten Platz angebracht war und P1090034 (500x375)den einzigen Zugang zur Speisekammer genau unter der Decke der Höhle hatte. Dadurch konnten die Ratten sich nicht den Vorräten bemächtigen. Trotzdem war die Lebenserwartung der Frauen bei 21 und Männern bei 24 – da kommt man sich schon ziemlich alt vor.

P1090078 (375x500)Die zweite Tour zum Balcony Palace war die etwas abenteuerlichere Tour, die erst über eine 10 Meter hohe Leiter zu bezwingen galt. Es ist auch die einzige Höhle, die durch eine Brüstung geschützt war – P1090086 (375x500)der Grund ist allerdings nicht bekannt. Auf den Steinen sind Pfeile eingeritzt, die auf die heiligen Berge in der Ferne deuten und ein Baustamm ragt heraus, der genau den Sonnenstand anzeigt, wann die Aussaht beginnen soll.

Um zu den Wohnungen zu kommen, mussten wir durch einen Tunnel auf allen vieren klettern – in der Mitte noch erschwert durch einen P1090108 (375x500)herausstehenden Stein. Auch von ihm kann man nur spekulieren, warum dieser dort zu finden ist und nicht abgetragen wurde.

Die Wohnungen (ein Kreis mit etwa 5 Meter Durchmesser) waren durch ein Holzdach geschützt, welche sie im Sommer vor Hitze und Winter vor Kälte schützte. Am Ende der Höhle (dies wird auch der Grund sein, warum genau diese Höhlen als Wohnsitz ausgesucht wurden)

Ende des 13. Jahrhunderts vWohnung Meza (500x378)erließen die Anasazi die Behausungen und siedelten im heutigen New Mexico an – warum sie die Behausungen verließen wurde nie genau geklärt. Wahrscheinlich durch eine Dürreperiode oder Bevölkerungsexplosion.

P1090120 (500x375)Als Abschluss des Tages in Mesa Verde hatten wir uns dann ein GROSSES Eis am Faipoint View verdient, bevor es zurück zum Schwimmen am Campingplatz ging. Gekrönt wurde dieser Tag mit gegrilltem Gyros mit Lagerfeuer und Pancakes als Bettschmankerl.

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