Rainer's Blog

Life is an adventure – das Leben ist ein Abenteuer

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Wallberg (1624m) – Setzberg (1712m) – Risserkogel (1826m) – Blankensteinsattel (1687m) – Sutten (1250m) – Wallberg (1624)

 

P1090775 (500x375)Zwei Wochen Regenwetter nach unserem US Urlaub waren zum Glück heute zu Ende und so mussten wir doch den Tag nutzen und einen Gipfel in Angriff nehmen, den wir schon lange vorhatten: den Risserkogel über dem Tegernsee.

Pünktlich um 08:00 Uhr ging es noch schnell zur Wahl und dann ohne P1090785 (347x500)Verkehr zur Wallbergbahn in Kreuth am Tegernsee. Obwohl der Himmel leicht bedeckt war, konnten wir doch weit in der Ferne die Zugspitze und das Karwendel erblicken. Zusammen mit der Kapelle ein traumhaftes Bild. Rechts neben der Kapelle vorbei, steil abwärts wanderten wir vorbei an der Wallbergalm hinauf P1090794 (333x500)zum Setzberg. Ein kleiner knackiger Berg mit rutschigem Untergrund – dafür mit prima Blick über den Tegernsee und hinüber zu Buch- und Rossstein.
Vom Setzberg mussten wir wieder 100m nach unten, bevor wir auf einem Grat etwa neunzig Minuten hinüber zum Risserkogel kraxelten – immer wieder mit einem weitschweifenden Blick auf das Karwendel, den wilden Kaiser, das hintere Sonnwendjoch,P1090797 (500x393) Wendelstein und natürlich den Wallberg. Und der Gipfelblick hielt genau das, was in allen Büchern und im Internet versprochen wurde — wirklich genial.

Der Rückweg führte uns über den Blankensteinsattel (die Spitze sieht man unten auf dem Bild) hinunter P1090809 (500x375)Richtung Sutten, bevor es wieder steil hinauf ging zum Wallberghaus – insgesamt bewältigten wir fast 1000 Höhenmeter mit dem ganzen Auf und Ab auf dem Grat und dem Rückweg durch das Tal zwischen Blankenstein und Wallberg.

Nach einer kurzen Rast auf dem Wallberghaus und der Talfahrt mit der Kabinenbahn, zog es uns dann noch zur Naturkäserei, von wo es mit Joghurt, Natur und Chillikäse bestück wieder nach Hause ging.

Ein Herbstanfang nach Maß Smiley

Spitzingsee (1040m) – Obere Firstalm (1375m) – Untere Firstalm (1320m) – Suttenstein (1390m) – Stümpfling (1506m)

Nachdem wir heute morgen schon etwas früher wach waren, ging es kurzentschlossen auf eine schöne Frühstückstour. Die Temperaturen waren heute WP_20130803_001 (500x282)morgen noch ein wenig kühler, sodass die Tour zum Genuss wurde.

Von der ESV Hütte am Fuße der Stümpflingbahn führte unser Weg entlang des Sees zum Kurvenlift, von wo der Anstieg auf die Firstalmen genommen wurde. WP_20130803_002 (500x281)In gut 45 min. waren die Almen erklommen, auf denen die ersten Übernachtungsgäste ihr Frühstück nahmen. Ein wenig Wasser und Apfelschorle sollte uns genügen. 15min über der unteren Firstalm konnten wir auf dem Suttenstein einen wunderbaren Blick auf die andere Seite des Berges nehmen hinunter Richtung Tegernseer Tal.

WP_20130803_08_43_52_Panorama (500x135)

Von dort ging es mit einem kurzen Anstieg hoch zum Stümpfling, von dem wir mit der Sesselbahn wieder hinunter zur ESV Hütte gelangten.

Weinbergerhaus (1270m) – Gamskogel (1449m)– Kaindlhütte (1239m) – Weinberghaus (1270m) – Kufstein (490m)
28.07.2013

Der letzte Tag begann mit einer letzten Runde auf der Hochebene vor dem wilden Kaiser. Die P1070362 (500x375)Rucksäcke ließen wir erst einmal im Weinberghaus zurück, was den letzten Ausflug über den Gamskogel und die Kaindlhütte ein wenig einfacher gestaltete. Allerdings mussten wir auch feststellen, dass Zeitangaben auf dem Wilden Kaiser sehr aggressiv geplant sind – und 45 min. Aufstieg 45 min. strammer Marsch ohne Gepäck bedeuten.

Dafür gab P1070366 (500x375)es eines der wenigen Gipfelkreuze, welches man von oben fotografieren konnte – wieder mit einem brillianten Blick zurück zum Zahmen Kaiser, den wir 2 Tage vorher durchstiegen hatten. Nach einer kurzen Rast auf der Kaindl Hütte, um den Wasserverlust wieder auszugleichen, nahmen wir zum letzten Mal den Anstieg zum Weinberghaus.

Von hier aus hieß es Höhenmeter vernichten durch einen dichten Wald über einen klitzekleinen Steig, P1070368 (500x375)der anscheinend schon seit einigen Jahren nicht mehr häufig begangen wird, allerdings die Zeit nach unten sehr kurzweilig und schweißtreibend gestaltete. Der Schlußpunkt dieses Weges setzte die kleine Waldkapelle über Kufstein, die leider geschlossen war und somit nur einen Blick von aussen zuließ. Nach 1.5 Stunden waren wir dann zurück am Ausgangspunkt P1070369 (500x375)unserer diesjährigen Hüttentour – am Bahnhof von Kufstein.

Zum Glück hatten wir noch genügend Zeit, um gemütlich am Inn Mittag zu essen, bei dem Tobi seine Traumwohnung entdeckt – direkt über dem Inn, 45 min. entfernt (mit dem Bike) vom Wilden Kaiser. Ohne Stau, mit kurzfristiger Sitzplatzreservierung (Danke Tobi!!) brachte uns der EC zurück nach München. Leider war damit die Hüttentour schon wieder zu Ende — die nächste wird dann 2014 kommen — Ziel: noch unbekannt, aber das Karwendel lockt schon sehr.

Stripsenjochhaus (1577m) – Anton Karg Haus (829m) – Bettlersteig – Kaindl Hütte (1293m) – Weinbergerhaus (1270m)
27.07.2013

 

P1070200 (500x375)Der Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück in einer traumhaften Kulisse unter dem Wilden Kaiser – bei noch angenehmen Temperaturen. Allerdings wurden unsere Oberschenkel schon nach wenigen Minuten wieder auf eine harte Probe gestellt. Es benötigte einige Höhenmeter bis sie wieder auf Betriebstemperatur waren. Allerdings waren es auch über 700m Abstieg und damit genug Zeit die Muskeln wieder an die Strecke zu gewöhnen. Nach einer kurzen Rast auf dem niedrigsten Punkt des heutigen Tages – dem Anton Karg Haus – wurde der Bettler Steig inP1070206 (500x375) Angriff genommen. Zunächst leicht ansteigend durch einen “Urwald”, über zahlreiche Bachläufe und Felsen, mussten die letzten Meter über Stufen zur Hochebene genommen werden. P1070216 (500x375)Durchnäßt vom Schweiss waren es noch etwa 30 min. zu unserem nächsten Ziel der Kaindl-Hütte, auf der wir leider die letzten Kässpatzen verpassten und mit einem Salat Vorlieb nehmen mussten. Nach einer ausgiebigen Mittagspause in sengender Hitze machten wir ohne Gepäck einen kleinen Ausflug auf den nahe liegenden Hochegg auf knapp über 1300m, vP1070240 (500x375)on dem wir einen Blick auf unsere ersten Ziele hatten – der Vorderfeldkaiserhütte und der Naunspitze, die als vorgelagerte Felsspitze zu sehen ist.

Zurück zur Kaindlhütte wieder mit vollem Gepäck wurde das letzte Teilstück zum Weinberghaus in Angriff genommen – leider wieder zuerst mit einem Abstieg auf unter 1100m mit einem sehr giftigen Anstieg kurz vor der Hütte. Das Weinberghaus ist aber uneingeschränkt zu empfehlen – schöne P1070276 (500x375)Zimmer – Duschen ohne Münzen – großartiges Essen und eine ganz nette Führung.

Regenbogen (500x355)Zusätzlich wurden wir von einem Gewitter “belohnt”, was wieder sensationelle Bilder hervorbrachte. Neben dem Sonnenuntergang über einer fantastischen Bergsilouette ein Regenbogen über dem wilden Kaiser aus unserem Zimmer heraus fotografiert

Vorderkaiserfeldenhütte (1388m) – Naunspitze (1633m) – Pyramidenspitze (1997m) – Stripsenjochhaus (1577m)
26.07.2013

 

Naumspitze Panaroma (500x106)Um P1070035 (375x500)07:00 Uhr starteten wir den Tag mit einem kleinen Frühstück, um möglichst vor der Hitze des Tages einen Großteil unseres heutigen Abschnittes zu bewältigen. Von der Vorderkaiserfeldenhütte stiegen wir durch einen kleinen Wald steil bergauf, bevor sich die Wege zur Naunspitze und der Pyramidenspitze teilten. Da der Abstecher zur vorgelagerten Tobi am Kreuz (231x500)Naunspitze nur 10 min. Aufstieg bedeutete, legten wir unsere Rucksäcke an der Gabelung ab und wurden nach einer kurzen Kletterei über felsiges Gelände mit einer traumhaften Sicht belohnt. Das obige Bild zeigt das Panaroma mit dem Inn im Vordergrund. Das Wetter tat sein übriges, dass dieser Aufstieg unvergesslich bleiben wird.

P1070085 (375x500)Zurück zur Gabelung begannen wir den Durchstieg durch den Zahmen Kaiser – vorbei am Einser und Elferkogel immer leicht ansteigend auf einer Hochebene durch niedrige Gewächse Richtung Pyramidenspitze. Durch eine knifflige Stelle (einer kleinen Felsenrinne) hindurch kamen wir dann P1070103 (500x375)gegen 11:00 Uhr auf der höchsten Stelle unser diesjährigen Tour an. Dass dies die höchste Stelle sein sollte, zeigte uns nicht nur die wieder sensationelle Aussicht und ein massives Gipfelkreuz, sondern auch ein heftiger Abstieg durch viel Kieß und Geröll zurück auf etwa 1400m Höhe auf etwa einem halben Kilometer Strecke – in gleißender Sonne und der einhergehenden Hitze.

Der Höhenwanderweg zum Stripsenjochhaus auf halber Höhe P1070123 (500x375)des Zahmen Kaisers stellte sich leider alles andere als ein einfacher Wanderweg heraus – gepaart mit der Hitze über sehr viel Gestein, Wurzeln und gejagt von Bremsen waren wir überglücklich auf der Hochalm am Ende des Zahmen Kaisers anzukommen. Gestärkt mit 2 Litern Getränken, die wahrscheinlich noch nicht mal den Magen erreichten, sondern auf dem Weg dorthin verdunsteten Smiley.

Zahmer Kaiser (500x208)Über einen weiteren Sattel mit einigen Krämpfen in den Beinen erreichten wir nach weiteren 90 min. die Basisstation für alle Kletterer am Wilden Kaiser: das Stripsenjochhaus. Ein stolzer Blick zurück zum Zahmen Kaiser zeigtP1070179 (500x375) uns die Strecke, die wir heute zurückgelegt haben. Trotz der Anstrengungen eine Supertour mit vielen fantastischen Blicken auf die umliegenden Berg.

Das Ganze wurde noch belohnt durch den Sonnenuntergang, der vom Stripsenjoch zu sehen war. Ein anstrengender, aber fantastischer Tag belohnt mit 2 Abendessen und sehr vielen Getränken, sowie einer 4 min Dusche für 3€ Smiley

Ebbser Steig (490m) – Vorderkaiserfeldenhütte (1388m)
25.07.2013

P1060949 (500x375)_thumbTobi (aka. Lord Gantt, der Balkenschubser) war mal wieder so nett und hat dieses Jahr unsere Tour (nebst Zimmervorbestellung auf den Hütten) geplant. Dieses Mal ging es zum Zahmen und Wilden Kaiser oberhalb von Kufstein. Um Ostern herum waren wir nach dem kalten Winter und vielen Schnee noch skeptisch, dass wir Ende Juli wirklich in Höhen oberhalb von 2000m aufsteigen können, dass wir allerdings das heißeste Wochenende 2013 erwischen würden, hatten wir nicht gedacht.

Eine Neuerung gab es dieses Jahr – mit dem Zug und nichtP1060962 (500x375)_thumb mit dem Auto brachen wir vom Hauptbahnhof nach Kufstein auf, von wo uns der Bus nach eine kleinen Kräftigung (ein Inner Salat & Nudeln mit Pilzen, beides sehr zu empfehlen) nach Ebbs brachte. Aber keine Zugfahrt ohne Erlebnis – Wasser im Abteil? – von welcher Wasserflasche kam das denn? — Tja, der P1060983 (500x375)_thumbZug ging fast unter Smiley – das Wasser kam aus der Toilette und bei jedem Bremsen kam mehr Wasser in die Zugabteils… — doch glücklicherweise konnten wir den Zug, bevor er wie die Titanic unterging, rechtzeitig verlassen.

In Ebbs hängten wir dann erst mal eine Gruppe von P1070002 (500x375)_thumb7 Mitwanderern ab, die uns über die nächten Tage begleiten sollten. Eine große Hilfe war dabei eine ortskündige junge Dame, die uns den Weg zeigte, jedoch gestehen musste, dass sie niemals zuvor diesen Weg auf den Zahmen Kaiser genommen hatte.

P1070023 (500x375)_thumbSchwitzend auf der Straße über St. Nikolaus gelangten wir nach 30 min. an den Einstieg, der über unzählige Stufen uns 900m durch den Wald zur Vorderkaiserfeldenhütte brachte. Genau rechtzeitig, da etwa eine Stunde später ein netter Gewitterschauer über der Hütte niederging, der ein wenig Abkühlung P1070030 (500x375)_thumbbrachte und natürlich fantastische Bilder mit sich brachte.

Bei einer Brotzeitplatten und Momos (Teigtaschen mit einer Curry gewürzten Hackfleischfüllung) und einer neuen Bekanntschaft (Michael und Karl-Heinz) ging der erste Abend gemütlich zu Ende.

Hausham – Gindelalm (1242m) – Tegernsee

10.07.2013

Nach einem wirklich verregneten Frühsommer hat es ziemlich lange gedauert, bis es mal wieder in die Berge ging. P1060861 (500x457)Die letzte Tour hatte es uns so angetan, dass es wieder eine Bergüberquerung sein sollte. Von Hausham über die Gindelalm zum Tegernsee.

Um 15:10 noch in Arbeitsklamotten nach einem wieder mal gefüllten Arbeitstag ist es doch noch pünktlich in Lohof losgegangen. An der Donnersberger Brücke trafen Tobi und ich uns, um mit der BOB nach Hausham zu fahren. Sehr zu empfehlen für solche Touren ist das BOB Tagesticket für 25€, das auch die Fahrt mit der MVV im Innenraum erlaubt. Leider gibt es diese nur an BOB Automaten.

P1060863 (375x500)Ein weiterer Vorteil der BOB sind die großen Toiletten, in denen man sich auch bequem umziehen kann und damit für die Bergüberquerung gerüstet ist. In Hausham gab es dann erst einmal eine Stärkung in der Metzgerei, bevor der der Anstieg auf die Gindelalm gestartet wurden. 2 Stunden war der Plan, aber mit durch die Stärkung kamen wir auf eine Berg Beschleunigung, die wir so vorher nicht erahnt hätten. Am Skilift vorbei über die Huberalm (deren Biergarten zu durchqueren ist) startete der Anstieg. Innerhalb von nur 90 min. war unser Ziel erreicht, das einen herrlichen Rundblick über die Berge um den Schliersee bis zum Wendelstein, Brecherspitze und Alpspitze erlaubte.

P1060869 (500x375)Die Gindelalm ist deswegen interessant, da sie nicht eine Alm, sondern 3 sind, die alle einen Gastbetrieb haben. Da wir uns nicht entscheiden konnten, musste die mittlerer dran glauben und mit unserem Besuch vorlieb nehmen.

Gestärkt von einer Brotzeitplatte und einer Erbsensuppe und ein wenig genervt von einigenP1060877 (500x375) Stechmücken war der Abstieg dran. Auf etwa 1300m war es ein einfaches zur Neureuther Hütte zu gelangen von der wir einen super Blick auf den Tegernsee ergattern können – nebst Wallberg und Risserkogel.

P1060882 (500x294)Auf dem Weg nach unten, bei dem 600m auf etwa 4km vernichtet werden mussten, kam uns tatsächlich schiebend ein Mountainbiker in Flip Flops – er hatte wohl unten das Schild übersehen, dass die Hütte doch schon zu hatte.

Schon nach 90 min. erreichten wir nach vielen Serpentinen Tegernsee – Uhrzeit: 21:53 – Abfahrt der BOB 21:57. Glücklicherweise hieß die nächste Strasse Bahnhofsplatz und mit einem kleine Sprint konnten wir die Heimreise nach München antreten.

Das war die letzte Feierabendtour vor unserer Tour am wilden Kaiser in zwei Wochen.

Starnberg – Herrsching

24.04.2013

 

P1060810 (500x375)Nach ewigen Zeiten, war es mal wieder soweit – Tobi und ich kamen (fast) rechtzeitig aus der Arbeit, um eine Feierabendtour zu unternehmen. Da der Schnee in den Bergen es leider immer noch nicht erlaubt neue Gipfel zu stürmen, hatten wir uns dazu entschieden mit der S-Bahn nach Starnberg zu fahren und von dort den Weg zum heiligen Berg zu pilgern. Das Wetter meinte es super mit uns: Strahlend blauer Himmel und angenehme Temperaturen machten die Wanderung zum Genuß. Von der S-Bahn nach einem Leberkäs-Semmel Stop am Kiosk waren es nur wenige Schritte zum See mit einer herrlichen Sicht nach Süden zu den Alpen, die leicht hinter dem Dunst zu sehen waren.P1060811 (375x500)

Nach Osten zwischen einigen Häusern vorbei, wurde dann die Maisinger Schlucht in Angriff genommen. Wer allerdings einen Grand Canyon erwartet, wird hier enttäuscht. Ein schönes Bächlein eingebettet in ein kleines träumerisches Tal – auf jeden Fall einen Spaziergang wert – das ist die “Schlucht”. Nach etwa 5km verlassen wir das Tal und treffen nach weiteren 2km auf unsere erste Rast am Maisinger See. Ein gutes dunkles Andechser und ein Weißbier hilft für die P1060822 (500x375)nächsten 2/3 unseres Weges zum Ammersee. Entlang des König-Ludwig Weges wandern wir nahezu einsam über Felder und kleine Wäldchen, wobei uns das Wetter und die Landschaft immer wieder zum Stop bewegt, um einige Fotos zu machen. Besonders als sich der Tag dem Ende neigt, die Sonne untergeht und die Dämmerung sich über die Felder legt, liegt derP1060826 (500x375) Arbeitsalltag weit hinter uns und wir genießen die Bilder der Natur. Leider war unser Start 90 min. später als geplant, sodass uns eine Einkehr auf Andechs verwehrt blieb, das in der Dämmerung schon fast wie eine Bergfestung erscheint.

Hinter dem Kloster folgt dann der Abstieg im Dunkeln mit Stirnlampe hinunter nach Herrsching – Angenehm müde und zu faul die nächste Brauerei für ein abschließendes Stück Fleisch aufzusuchen, wanderten wir am dunklen See entlang zur S-Bahn, die uns bis Mitternacht sicher nach Hause brachte.

P1060848 (500x375)Nachdem Tobi diese Strecke nun schon zum zweiten Mal dieses Jahr gewandert ist, werden wir mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit diese Wanderung mit der Familie auch nochmal durchführen – dann aber mit Abschluss in Andechs Smiley

P1060843 (500x375)Hier noch ein paar Bilder, die nur annähernd die Stimmung bei Sonnenuntergang wiedergeben können.

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Compatsch (1860m) – Goldknopf (2000m) –
Mahlknechthütte (2054m) – Saltria (1680m)

16. März 2013

Seiser Alm Panorama (500x75)

Einen traumhaften Tag erwischten Elena, Opa und ich auf der Seiser Alm in Südtirol. Nur etwa 290km von uns entfernt schlugen wir unsere Zelte in Seis am Fuße der Seiser Alm am Freitag auf, wo uns schon Opa nach einer Woche Urlaub erwartete. Nach einem Abend im Schwimmbad ging es am nächsten Tag mit der Seilbahn von P1060629 (500x375)Seis nach Compatsch auf die Seiser Alm, wo uns ein strahlend blauer Himmel mit unbegrenzter Sicht und noch mehr Schnee erwartete. Der Erste Blick richtete sich nach Westen mit freiem Blick auf die Ötztaler Alpen, die sich einfach so über dem Hügel abhoben. Ziemlich unwirklich nach dem grauen Winter, den wir dieses P1060636 (500x375)Jahr hatten.

 

Die Sonnenstunden taten uns wirklich gut. Auf ging es von Compatsch Richtung Panorama Hütte, wobei Elena und ich natürlich die direkte Route durch den tiefen Schnee nahmen, während Opa doch den präparierten Weg bevorzugte. Und natürlich gehören bei P1060660 (500x375)so einer Wanderung einfach ein paar Sonnenpausen dazu, bei denen der lange vermisste gelbe Planet angebetet werden konnte. Über einige Skipisten hinweg ging es von der Panorama Hütte P1060672 (500x375)hinüber zum Goldknopf, von wo aus Lang und Plattkofel immer direkt vor uns lagen – eine herrliche Kulisse, die im Winter noch besser aussieht wie im Sommer. Egal in welche Richtung der Blick ging, eigentlich hätte man jedes Mal den Auslöser betätigen müssen – aber irgendwann musstenP1060683 (375x500) wir nach etlichen Oma-Gedächtniskurven zum Ziel gelangen Smiley – Rechts noch ein weiteres Bild von der Tour, es hätten auch noch 20 andere sein können, die die Einmaligkeit der Seiser Alm besonders im Winter unterstreichen.  Nach einem weiteren leichten Anstieg vom Goldknopf, ging es dann hinunter in eine P1060688 (500x375)kleine Senke zur Mahlknechthütte, auf der dann eine ausgiebige Mittagsjause auf dem Plan stand. Was bis dahin keiner wusste, sollte der Höhepunkt noch folgen: Eine Schlittenfahrt von der Mahlknechthütte hinunter zur Tirler Hütte, was uns etwa 45min. Wanderzeit ersparte und jede Menge Spaß mit sich brachte. Zum einen weil wir einen sehr jungen 70 Jährigen P1060696 (500x375)nach etwa 20 Jahren mal wieder auf dem Schlitten erlebten durften (und seine Schlittenbeherrschung war überraschend gut, was beweist, dass man so etwas nicht verlernt). Das Duo aus Elena und mir musste das Kurvenfahren erst noch auf dem Weg erlernen, sodass unsere Fahrt eh nach einer Alkoholfahrt mit 2 Promille ausgesehen haben muss, da wir uns nicht immer einig waren, in P1060701 (375x500)welche Richtung es jetzt gehen sollte. Trotzdem kamen die beiden Gespanne schon nach etwa 15 min. an der Tirler Hütte an, wo uns zwei übergroße Wandergenossen unter dem Dach erwarteten. Leider mussten wir dort unsere Schlitten wieder abgeben und die letzten 20 min. hinunter zur Saltria zu Fuß zurücklegen. Mit dem Bus ging es dann zurück nach Compatsch, nicht ohne die komplette Seiser Alm zu durchfahren und nochmalsP1060695 (500x375) in vollen Zügen zu geniessen.

Die Seilbahnfahrt hinunter nach Seis beschloss diesen fantastischen Tag in den Südtiroler Dolomiten. Auch wenn die Fahrtzeit mit Auto wahrscheinlich etwa die Länge der Wanderung hatte, hat sich diese auf jeden Fall gelohnt und wird im nächsten Winter eine Wiederholung haben.

Hoffentlich war dies die letzte Schneetour bis November/Dezember — der Frühling kann kommen!

Gratz-Hüttn (1035m) – Pürschling-Haus (1564m)

09. März 2013

 

DSCN0451 (500x375)Die erste Tour dieses Jahres ging aus gegebenem Anlass nicht auf die Brecherspitze, sondern zum Pürschling-Haus oberhalb von Unterammergau.

Ausgangspunkt war die Gratzhütten, die an diesem Wochenende von 7 Grad beim Betreten auf 28 Grad am Samstag (in 2m Höhe etwa 36 Grad) hochgeheizt wurde. Ein Wochenende ohne Strom und pünktlich 5 min. vor Bundesligaanpfiff war die Batterie für das Radio am Ende, was allerdings dem Spaß auf der Hütte keinen Abbruch gab. Also einfach ein geniales Wochenende zum genießen. Nun aber zur Tour…

Leider hatte der Fotograf dieser Bilder die geniale Idee, die Rodler DSCN0459 (375x500)auf dieser Schneetour nicht mitzunehmen, da er die Bedingungen als nicht ideal einschätzte, was jedoch so ziemlich jeder anderer Wanderer mit Rodler widerlegte Smiley. Der Schnee war immer noch so hoch, dass uns sogar Leute mit Ski entgegenkamen.

DSCN0463 (500x375)Nach einem kurzen knackigen Anstieg geht der Weg auf einer kleinen Ebene entlang, bevor es zum Aufstieg zum Pürschling aufgeht. Etwa eine Stunde (ohne Schnee wahrscheinlich ein wenig kürzer und für müdere Kollegen ein wenig länger Zwinkerndes Smiley), geht es an einer kleinen Kapelle vorbei stetig steil bergauf die Hütte immer fest im Blick (wenn man nicht damit beschäftigt war, nicht auszurutschen). Vom Pürschling Haus selber hat man dann einen schönen Blick über die Ammergauer Alpen bis hinunter zum Schloss Linderhof. Da unser Fotograf aber am Ziel wohl keine Lust mehr hatte, gibt es heute leider kein Bild vom Pürschling-Haus; hier bekommt Ihr einen Eindruck, wie es ausgesehen hat.

DSCN0472 (500x375)Durch eine Kartoffelsuppe mit Einlage gestärkt, ging es dann denselben Weg (ohne Rodler rutschend) wieder zurück zu unserem verschlafenen Hüttenwart und zu einem Grillabend mit jeder Menge Steaks, Würstl und Salat. Ein Wochenende, das zur Wiederholung einlädt – Merci Fäb!

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